19. Februar 2012

Was man "überparteilichen Konsens" nennt

von  René Jalaß
Quelle: Hartmut910 / pixelio.de

Gauck sei der Beweis, dass es ihnen ernst wäre, mit einem gemeinsamen Kandidat, twitterte laut Spiegel Online der parlamentarische Geschäftsführer der Union im Bundestag, Altmaier. SPD-Chef Gabriel lässt sich sogar ein fröhliches "Ende gut, alles gut" entnehmen. Die Grünen-ChefInnen grinsen breit und die FDP schnalzt süffisant ob ihres Sieges im gemeinsamen KandidatInnenraten. Im Chor erklingt dann das Hohelied auf einen "überparteilichen Konsens". Gauck sei ein Konsenskandidat. Einer, dem alle zustimmen können. 

Ich bin wahrlich keiner, der ein Projekt namens "Rot-Rot-Grün" kategorisch ablehnen würde. Eine rot-rot-grüne Regierungskoalition in Land oder Bund verteufele ich nicht von vorn herein als Steigbügelhalten für den kriegstreiberischen, sozialdarwinistischen Neoliberalismus. Und selbst als jüngst die Immunität der LINKEN-Abgeordneten Caren Lay und Michael Leutert ebenfalls mit Stimmen der SPD im Immunitätsausschuss des Bundestages nicht wieder hergestellt worden ist, tat ich das als irre Tat verwirrte Einzelner ab.

Doch nun bin ich doch etwas irritiert, um es geblümt auszudrücken. Eine Klüngelrunde aus Regierungskoalition, SPD & Grünen verursacht mir Bauchschmerzen. Ich hätte zumindest erwartet, dass aus der oppositionellen Ringecke ein kurzes: "Ähm... Aber DIE LINKE. sollte schon mit am Tisch sitzen" zu hören gewesen wäre.

Das war´s leider nicht. Schade. Dann werde ich mich eben der anderen Idee geneigt zeigen:

Georg Schramm for Bundespräsident!

Kategorien: DIE LINKE, Bundestag, BürgerInnenrechte, Zukunft

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