21. Februar 2012

Linktipp: Berlin Open Data & Offener Haushalt

von  René Jalaß
Quelle: Redaktion

Mit Finanzpolitik, Verwaltung und Programmieren hab ich es persönlich ja nicht so. Bereits im kläglich gescheiterten Versuch eines Mathestudiums musste ich feststellen, dass facebook und Mail empfangen/schicken/löschen/ordnen nicht das ganze Internet bedeuten und mir selbst kleinste Programmieraufgaben einfach nicht gelingen wollten. Damals entschied ich mich, doch lieber "Menschen helfen zu wollen" ;-) und wechselte zur Sozialen Arbeit. Und mitten in Lindenblütenteestuhlkreisselbsterfahrungsrunden fühle ich mich auch pudelwohl. 

Dennoch bin ich Menschen sehr dankbar, die sich der Aufgabe widmen, vermeintlich undurchdringbare Phänomene, wie eine städtische Verwaltung oder einen öffentlichen Haushalt, in kleinen Häppchen zu servieren und dies auch noch so aufzubereiten, dass sogar ich es kapiere. Zwei gute Beispiele möchte ich hier einmal vorstellen:

(via urbanophil.net)
Berlin hat ja schon im September 2011 seine Seite “Berlin Open Data” online gestellt. Hier finden sich Radwege, Standorte von Altglascontainern, Einwohnerstatistiken und Verwaltungsgrenzen. Damit ist Berlin einen wichtigen ersten Schritt für einen offeneren Umgang mit Daten gegangen. 

Nun gibt es hierzu eine Studie, die vom Fraunhofer Fokus im Auftrag der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung veröffentlicht wurde und die zukünftige Berliner Open Data Strategie erläutert.

Darin heißt es u.a.:

Die Studie bedeutet einen wichtigen Schritt und kann als Blaupause für andere Städte und Bundesländer sowie den Bund dienen. Ausführlich wird sich in dem Werk dem Open Data und Open Government-Prinzip, rechtlichen Fragen und technologischen Aspekten gewidmet. 
(Quelle: netzpolitik)

Dieses, übrigens noch unter Regierungsbeteiligung der LINKEN initiierte Projekt, kann durchaus als Vorzeigeobjekt für andere Bundesländer und den Bund herhalten. Und wie genau weitere Projekte aussehen können, beweist die Seite "Offener Haushalt". 

Eine Initiative, die den Bundeshaushalt "visualisieren, analysieren und kommentieren" will - und das auf so anschauliche Art und Weise, dass auch Haushaltslaien wie ich einen wirklich guten Überblick über die Posten bekommen, von den kleinen Fischen bis hin zu den dicksten Brocken. Übrigens wieder ein Projekt, das auch von LINKEN-Abgeordneten, so z.B. von Michael Leutert (MdB und Mitglied im Haushaltsausschuss im Deutschen Bundestag) unterstützt wird.

Kategorien: DIE LINKE, Netzpolitik, Empfehlung, Social Web, Zukunft

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